Natürlich wissen die Schülerinnen und Schüler Vieles über die Steinzeit schon aus ihrem Geschichtsunterricht der letzten Wochen. Aber was schon im Klassenzimmer oder im Schulbuch interessant ist, kann beim Anfassen und Ausprobieren vielleicht sogar faszinierend werden.
Zunächst schilderte Breinl in einem Diavotrag die Grabungsarbeiten am größten jungsteinzeitlichen Friedhof Bayerns. Die Wunsiedler Schüler konnten sich beim Deuten der Funde versuchen – und erkannten dabei, dass man vom bloßen Anschauen oft nicht die wahrscheinlichsten Schlüsse zieht. Verblüfft waren nicht wenige Schüler darüber, dass Zunder eigentlich ein Baumpilz ist. Man reibt ihn getrocknet zu Spänen und bringt ihn dann mit den winzigen Funken aus einem Feuerstein zum Glimmen und kann damit fast die Feuermelder der Schule auslösen. Der Feuerstein ist selbst so hart und spröde, dass er klingt und messerscharfe Splitter abspringen, wenn man ihn mit einem weicheren Stein schlägt. Die Haarlocke eines Schülers bewies, wie scharf eine solche Klinge ist. Zu guter Letzt konnte ein weiterer Schüler demonstrieren, was ein Steinzeithandy ist: ein Schwirrholz, dessen Signale durch bloßes Schleudern an einer Schnur kilometerweit zu hören sind – allerdings nur abseits der Geräusche moderner Zivilisation: nur dann hat es wirklich immer ein „Netz“.  
Anschließend durften alle Sechstklässlerinnen und Sechstklässler sich selbst in Steinzeitmenschen verwandeln. In den Klassenzimmern konnten sie in einem Steinzeit-Workshop Gegenstände aus (beinahe) originalen Materialien anfertigen. Am Ende gingen junge Jäger und Handwerker zurück in den Unterricht: beladen mit ihren Bohrern, ihrem selbst geschliffenen Muschelschmuck, ihren Tonobjekten, ihren bemalten und gefiederten Pfeilen – oder eben ihren Steinzeithandys. Manche trugen auch Spuren von Kriegsbemalung. Und einige konnten sagen: „Ich habe Feuer gemacht!“

 

 

 

 
   

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