Erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“

 Wegen der großen Teilnehmerzahl – der oberfränkische Regionalwettbewerb war der drittstärkste bundesweit – mussten unsere jüngeren Teilnehmer am Donnerstag, den 1. März, die über-15-jährigen Teilnehmer dagegen am Freitag, den 2. März, nach Kulmbach reisen, um in der dortigen Stadthalle ihre Projekte präsentieren zu können. Deswegen war es für jeden Teilnehmer nur eine eintägige Veranstaltung, ohne die sonst übliche Übernachtung.

Tobias Prell aus der Klasse 6b war der Frage nachgegangen, ob sich anstelle von Salz auch Zucker zum Auftauen von Eis eignet. Er hatte sich dafür eine Versuchsvorrichtung ausgedacht, mit der er messen konnte, wie schnell und wie viel Wasser jeweils durch den Schmelzvorgang entsteht. Zusätzlich goss er Zimmerpflanzen mit Salz-, Zucker- und zum Vergleich mit Sand-haltigem Wasser und beobachtete die Auswirkungen. Ergebnis: Auch Zucker kann Eis zum Schmelzen bringen, aber nicht so effektiv wie Salz; dafür ist das entstehende Zuckerwasser für Pflanzen nicht so schädlich wie Salzwasser.

Jugend forscht2Kevin Jurkowski aus der Klasse 7d hatte sich vorgenommen, eine „Cola-Kanone“ zu bauen, nachdem er gesehen hatte, dass eine in Cola geworfene Brausetablette eine Flüssigkeitsfontäne erzeugen kann. Er stellte verschiedene solcher Gemische her und untersuchte, wie weit dadurch jeweils ein auf die Flasche gesteckter Korken weggeschleudert wird. Zusätzlich wies er nach, dass es sich bei dem dabei freigesetzten Gas um Kohlenstoffdioxid handelt.

Manuel Lessner und Simon Schindler aus der Q12 waren über ein Jahr lang damit beschäftigt gewesen, „Rezepte“ nachzuvollziehen, die Georg Agricola in seinem Buch „De re metallica“ im Jahr 1556 veröffentlicht hatte. Georg Agricola beschrieb darin verschiedene Methoden für die Herstellung von „Scheidewasser“ (heute bekannt als konzentrierte Salpetersäure), mit dem man damals Gold von Silber „scheiden“ konnte. Tatsächlich war es Manuel und Simon gelungen, mit einigen dieser Rezepte eine Flüssigkeit zu erhalten, die wirklich Silber aufzulösen imstande war. Für ihre außergewöhnliche Arbeit wurde den Beiden ein Sonderpreis im Fach Chemie zuerkannt.

Jasmin Grüner, unsere Abiturientin des letzten G9-Jahrganges im vorigen Jahr, überprüfte einerseits die Fragestellung, ob empfindliche fleischfressende Pflanzen – wie immer betont wird – nur beim Gießen mit Regenwasser auf Dauer gedeihen, und andererseits, ob das in Kondens-Wäschetrocknern gesammelte Wasser auch zum Gießen verwendet werden kann. Sie goss also sechs Paare von Kannenpflanzen mit verschiedenen Wassersorten und dokumentierte sorgfältig über etwa ein halbes Jahr hinweg das Wachstumsverhalten der Pflanzen. Das erstaunliche Ergebnis: Deutlich am besten gediehen die mit Fichtelgebirgs-Leitungswasser gegossenen Pflanzen, gefolgt von den mit Regenwasser sowie den mit destilliertem Wasser und Wäschetrockner-Wasser gegossenen. Am wenigsten gut gediehen die mir Mineralwasser gegossenen Pflanzen. Fazit: Wer über Wasser aus einem Kondens-Wäschetrockner verfügt, kann dies guten Gewissens zum Gießen empfindlicher Pflanzen verwenden – ebenso wie zum Befüllen von Bügeleisen. In Anerkennung ihrer Arbeit bekam Jasmin einen Sonderpreis zugesprochen und außerdem noch den Sonderpreis für die beste Präsentation am Wettbewerbsstand.

Dank dieser Erfolge zählte das LuGy zu den erfolgreichsten teilnehmenden Schulen und wurde von der Rehau AG mit einem Schulpreis geehrt.

Horst Weigel, Jugend-forscht-Betreuungslehrer

   

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